Herzlich Willkommen!

Wir freuen uns über Ihr Interesse an der Zukunft. Immer zum ersten Tag eines Monats hinterfragen wir hier Entwicklungen, Ideen, Visionen oder auch ganz pragmatische Ansätze zu einer lebenswerten Zukunft. Wir sind gespannt auf Ihre Kommentare!



Samstag, 1. Mai 2021

Musik hilft

Wußten Sie schon, liebe Lesende, daß:
  • 10-19 Minuten Musik-Meditation sehr entspannend wirken können?
  • Und insbesondere Beethovens Fünfte beim Stress-Abbau sehr hilfreich ist?
Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz berichtet in ihrem aktuellen Magazin (März-Mai 21) über diese und weitere kuriose Zahlen und empfiehlt ausserdem das Buch des Neurowissenschaftlers Stefan Kölsch mit dem schönen Titel "Good Vibrations".

Viele Studien zeigen die Heilkraft von Musik - und die kann jeder von uns sich zu Nutze machen. "Ähnlich wie Lachen kann Musik Botenstoffe freisetzen, die glücklich machen" schreibt Kölsch und wir können mit mehr Musik in unserem Leben z.B. unserer Resilienz stärken (d.h. wir überstehen schwierige Lebensphasen besser). 
www.http://staatsphilharmonie.gravity.expert/

Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz unterstützt das mit einer 24 Stunden geöffneten Musik-Notfall-Apotheke, der sog. PHILHARMAZIE. Scrollen Sie etwas weiter runter in der Seite bis zu der Überschrift "Welche Musik hören Sie bei ...", und schon erhalten Sie wirksame Musikempfehlung gegen allerhand Symptome.
 
Wir finden, die kann man auch präventiv besuchen - viel Freude wünschen wir Ihnen dabei.
 

 

Donnerstag, 1. April 2021

Wissen wird mehr, wenn man es teilt

Wir profitieren alle davon, dass Menschen bereitwillig ihr Wissen teilen! Im kollegialen Austausch. Oder als gut aufbereiteter Text. Oder indem sie zum Beispiel ein liebevolles YouTube-Videos produzieren, das alle Handgriffe für die Fahrradreparatur zeigt und erläutert. 

Ein Beispiel aus unserem beruflichen Umfeld ist die Facilitation Rundschau, von der es mittlerweile die 4. Folge gibt. Sie kommt aus Darmstadt und Jacob Chromy stellt interessante Tools, Apps und Hinweise für Moderatoren, Meeting-Gastgeber und nicht-müde-werdende Online-Team-Entwickler vor. Die vielen Links jeder Folge gibt es auch gesammelt in der Toby Collection - einer App, die verspricht besser zu sein als die typischen Browser-Lesezeichen. Für einen ersten Eindruck können Sie hier in den Links der 1. Folge schmökern.

Eine andere Möglichkeit, viele interessanten Links spontan wiederfinden zu können, bietet "TagPacker". Mit diesem (deutschen) Tool können nicht nur Lesezeichen sondern eben auch Wissen nach "tags" Kriterien & Schlüsselsbegriffen sortiert werden: Schlüsselbegriff eingeben - und schon werden alle Links zu diesem Begriff angezeigt. Wenn Sie möchten,  können Sie Ihre Sammlung teilen und auf Sammlungen anderer zugreifen: zum Beispiel auf eine sehr große Link-Sammlung zum Eurovision Song Contest (wen es intertessiert), aber auch auf Link-Sammlungen zu Freizeit- und Reisetipps, Forschungsergebnissen u.v.m.

Wie geht es Ihnen mit dem inzwischen unendlich zur Verfügung stehenden Wissen? Haben Sie noch Tipps für ein "gutes Surfen auf und in der Wissens-Flut"? Wir freuen uns über Kommentare mit weiteren Hinweisen, Erfahrungen und Empfehlungen.

Montag, 1. März 2021

RessourcenAktivierung mit lang-anhaltender Wirkung

Susanne V: Ausgerechnet am heißesten Tag im Jahr 2020 hat Regina mit mir und zwei weiteren Teilnehmerinnen einen ZRM-Samstag gestaltet, wir sind also in das Züricher-Ressourcen-Modell (ZRM) eingetaucht! Die Wanderung durch die einzelnen Phasen haben ich als eine sehr gesunde, aufbauende Art erlebt, mich mit mir, meinen Bedürfnissen und meinen Zielen zu befassen und Bilder dafür zu finden - ohne dass ich mein Anliegen offen legen muss. Gleichzeitig konnte ich die besonders schöne Erfahrung machen, dass die anderen für mich gedacht haben - und ich für sie. Dieses Miteinander ist eine große Bereicherung. Anregend - angenehm - anreichernd - so haben wir die Hitze einfach vergessen.

Susanne K: So ist es auch mir ergangen. Ich war zuerst für mich alleine mit dem online-Tool unterwegs. Es war allerdings inspirierender und erhellender, die Assoziationen meiner Kollegen und Kolleginnen zurückgespiegelt zu bekommen, nachdem ich ihnen das von mir ausgewählte Bild gezeigt habe. Sie kennen mich ja aus der Zusammenarbeit und hatten treffende Wortschöpfungen, aus denen ich dann mein Motto für das Jahr 2021 formulieren konnte. Wir haben in einer "Lerngruppe zur Beratungs-Digitalisierung" das ZRM gerade  mit dieser konkreten Fragestellung zu unserer individuellen Ausrichtung genutzt. 

Regina: Ja - es ist eine sehr berührende Erfahrung im ZRM, sich von Menschen ausschließlich positiv  inspirieren zu lassen. Im Sinne von “gemütlich weiter wachsen".

 Bild von Michael Gaida in: Pixabay 

Susanne K: Genau, mich erinnert diese Haltung an die  “Wertschätzende Erkundung” bzw. den “Appreciative Inquiry” (AI), in Deutschland von Matthias zur Bonsen im Organisationskontext beschrieben.

Regina: In der von Maja Storch und ihren Kollegen entwickelten Methode spiegelt sich das Vertrauen in die Fähigkeiten  und Kraft eines jeden Menschen wider. ZRM hat eine intensive Wirkung, lang anhaltend. Noch kein Ziel, das ich mir über andere Wege gesetzt hätte, hat so lange gleichbleibend positiv gewirkt und frei von Druck.

Susanne V: Das stimmt. Als ich meinen Motto-Satz formuliert hatte, konnte ich nicht nicht ahnen, dass er mich immer wieder in schwierigen Situationen handlungsfähig macht. Inzwischen schätze ich seine kraftspendende Wirkung. Das Motto verblasst vielleicht, aber ich kann es jeden Moment “ranzoomen”.

Susanne K: Darauf freue ich mich jetzt schon! 

Girl, Star, Christmas, Gloss, Advent

Bild von Geralt in: Pixabay

 

Dieser Post entstand in Zusammenarbeit mit unserer Kollegin Regina Jauch, Arbeitspsychologin und mit Freude an der Arbeit, an Menschen und ihren Lebensgeschichten, neugierig und immer wieder auf der Suche nach Gleichgewicht zwischen Engagement und Entspannung. Herzlichen Dank!

Montag, 1. Februar 2021

Plädoyer für mehr Gesten

"Wohin mit den Händen?" ist eine oft gestellte Frage in unseren Workshops, egal ob reell oder virtuell, ob Kommunikation oder Moderation. Viele sind besorgt, wie Handbewegungen wirken, andere erleben Hände als Fremdkörper. 

Was empfehlen wir? Begegnung und Verbundenheit entsteht zwischen Menschen, die sich mitteilen und die miteinander in Resonanz sind. Wir setzten dafür alles ein, was uns zur Verfügung steht - eben auch die Hände als Gesten - Geste vollumfänglich als absichtsvolle Handbewegung und auch im Sinne der Wirkung "das war eine nette Geste".

Und wie könnte das genau aussehen?

  • Wir möchten Sie anregen, sich mitzuteilen und auch über Ihre Stimmungen zu sprechen. 
  • Kommunizieren Sie ausdruckstärker mit Gesten, Mimik und Hörperbewegungen - Sie sprechen sehr selten Tagesschau-Nachrichten sondern wollen etwas bewegen.
  • Setzen Sie Ihre Hände sprechflussunterstützend ein, das heißt, lassen Sie sie im Sprechen einfach mitgehen und betonen, was Ihnen wichtig ist.
  • Nutzen Sie Ihre Hände, um zum Beispiel das Spannungsverhältnis zwischen zwei Positionen zu visualisiern.
  • Applaudieren Sie Ihren Gesprächspartner*innen häufiger, bringen Sie mehr Komplimente in Ihren Alltag. Online nutzen wir dafür die Gehörlosen-Geste für Applaus.
  • Wenn Sie in Online-Meetings sind, könnten Sie Ihren Bildausschnitt so wählen, dass Ihre Hände eine bessere Chance haben, ins Blickfeld zu kommen und Sie damit als lebendiger Mensch erlebt werden. Oder genau umgekehrt: eine kleiner Bildausschnitt ermöglicht es, dass Sie Ihre Hände viel bewegen können, ohne dass es gesehen wird - aber Ihr Sprechen lebendiger wird.
  • Sie können im Sitzen und auch im Stehen arbeiten - und denken Sie daran, Pausen als Bewegungspause zu nutzen, so kommen Sie Ihrem Bewegungsdrang entgegen.
  • Und manachmal muss man keinen VideoColl machen, Telefonieren geht immer noch!

Was hat das mit dem Thema Zukunft zu tun? Wir werden noch länger mit Corona und den Folgen leben, und wir wollen das bestmöglich gestalten. Uns geht geht darum, dass wir - jeder Einzelne - bewusst wählen kann. Dieser Post ist als Impuls gedacht, die Online-Situationen leichter und angenehmer zu machen - mehr Begegnung und Verbundenheit zu erleben - initiiert von jedem von uns. 

Freude am Plaudern - das wünschen wir Ihnen!

Freitag, 1. Januar 2021

Platz zwischen den Jahren?

Susanne: Was machst Du eigentlich "zwischen den Jahren"? Und woher kommt bloss dieser Ausdruck?

Susanne: Ich schau mal bei Wikipedia nach - aha, das ist interessant: "Bereits im Alten Ägypten wurde eine Zeit zwischen den Jahren mit Heriu-renpet benannt, die im Alten Reich noch der Nilschwemme im Juni sowie der Jahreszeit Achet zugeordnet war und zwischen dem Monat Ipet-hemet als „Jahresschließer“ und dem Wepet-renpet als „Jahresöffner“ lag. Die Ägypter begrenzten ihr Jahr auf 360 Tage, um leichter mit zwölf Monaten à 30 Tagen rechnen zu können. Die verbleibenden 5 Tage wurden dann hinten angehängt." Wie praktisch!

Susanne: Bei uns sind das keine 5 Tage - wieviel Platz hätte ich denn dazwischen?

Susanne: Nu, dazwischen ist immer so viel Platz, wie Du Dir Platz machst. Tucholski sagt in seiner psychologischen Soziologie der Löcher: "Ein Loch ist da, wo etwas nicht ist. Das Loch ist ein ewiger Kompagnon des Nicht-Lochs: Loch allein kommt nicht vor, so leid es mir tut. Wäre überall etwas, dann gäbe es kein Loch, aber auch keine Philosophie und erst recht keine Religion, als welche aus dem Loch kommt. Die Maus könnte nicht leben ohne es, der Mensch auch nicht: es ist beider letzte Rettung, wenn sie von der Materie bedrängt werden. Loch ist immer gut."

Susanne: Dann ist die Zeit zwischen den Jahren vielleicht unsere Rettung? Oder ist das dieses Jahr eventuell gefühlt länger als sonst? Findest Du es ruhiger als sonst?

Susanne: Neee - nicht wirklich - es gibt noch viel aufzuräumen - und zu reflektieren - sich selber Fragen zu beantworten - wie sie z.B. in den Rau-Nacht-Ritualen formuliert sind. Über die mehr herauszufinden, finde ich dieses Jahr spannend. Und ich freu mich, dass mich mein Adventskalender wie jedes Jahr bis zum 01.01. des neuen Jahres begleitet.

Susanne: Ja, zwischen dem 24.12 und sogar bis zum 6.1 ist eine besondere Zeit. Früher konnte man auch reisen und neue Orte kennenlernen und dort Sylvester (am anderen Ende der Welt) feiern. Im Moment "beame" ich mich mit alten Fotos/Dias wieder dahin.

Susanne: Bei uns gibt es auch noch einen Geburtstag zu feiern. Mein Herzensmannn hat noch nie in seinem Leben an seinem Ehrentag gearbeitet.

Susanne: Das ist auch eine Dazwischen-Einstellung. Herzlichen Glückwunsch auf jeden Fall an ihn.

Susanne: Danke. Rausgenommen aus der Zeit und den normalen Abläufen ist man so oder so - wie Du schon sagst: eine besondere Zeit. 

Susanne: Eigentlich ist es ja verwirrend - es ist doch ein Fakt - von einer Sekunde auf die andere ist das neue Jahr da.

Susanne: Vielleicht sind wir Menschen ja mit dieser Plötzlichkeit überfordert - und haben den Augenblick etwas ausgedehnt, um mehr davon zu haben und geniessen zu können ...

Susanne: Oder, um Anlauf zu nehmen?

Susanne: Auch eine schönes Bild, das da in meinem Kopf entsteht - mit Schwung in´s Jahr 2021 :-)

Susanne: Beides können wir ja unseren Lesenden wünschen - und sie suchen sich dann die Variante aus, die sie bevorzugen.

Susanne: Ja - das machen wir - verbunden mit unseren besten Wünschen für das neue Jahr.

Dienstag, 1. Dezember 2020

Oh du fröhliche

Weihnachtslieder singen macht glücklich! Wir haben einen Textvorschlag für Sie gedichtet:

O du fröhliche, o du virtuelle
datenbringende Weihnachtszeit!
Draußen ging verloren, drinnen ist geboren:
Freue, freue Dich auf Tage zu zweit!

O du einsame, o du langsame
ohne Besuch stille Weihnachtszeit!
Zoom ist erschienen, uns zu verbinden:
Mikro an, Kamera an und chatte ganz weit!

O du weit entferntes, o du langersehntes
Treffen in der Zukunftszeit!
Lachen, streicheln, Hände schütteln; ohne Maske ins Geschäft:
Träume, träume von Lebendigkeit!

Genießen Sie Ihre Zeit im kleinen Kreis, liebe Lesende!

Sonntag, 1. November 2020

Von wegen dunkler Winter

 

Eine Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. 

Zitat von Max Frisch